Der erste Brief des Johannes, Teil 15

Der erste Brief des Johannes, Teil 15

Gemeinschaft ist, Gottes Liebe zu empfangen und in Seiner Liebe zu bleiben

Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dir darüber klar zu werden, wie du bei diesem Thema denkst und fühlst. Vertraue Gott diese Empfindungen an.

Lies 1. Johannes 4, Verse 12 bis 16

Sechsmal in diesem kurzen Text wird das Wort „bleiben“ benutzt (Elberfelder Übersetzung,  in der „Neues Leben“- Übersetzung heißt es  “darin leben“). Dranbleiben, dabeibleiben, ist ein wesentliches Element einer stabilen, tragfähigen Gemeinschaft. Ohne sich auf Bleibendes verlassen zu können, ist es gar nicht möglich, auf ein liebevolles Gemeinschaftsangebot einzugehen. Eine solche Gemeinschaft, die nicht „bleibt“, hinterlässt schmerzliche Wunden. Jede wahre Liebe sehnt sich nach bleibender Treue.

Dazu kommt noch, dass Gott uns selbst ja überhaupt erst zur Gemeinschaft befähigt hat. Darum sagt Jesus auch:

Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Ohne mich könnt ihr nichts tun.

Johannesevangelium 15, Vers 5

So sind dies zwei immens wichtige Fragen, die hier angesprochen werden:

Wie bleiben wir in Gott?

Drei Bereiche werden genannt. Das Prinzip ist immer gleich: Erkennen und dann empfangen, schließlich handeln und dabei bleiben, wobei wir erkennen, nicht nur verstandesmäßig, sondern ganzheitlich verstehen müssen.

  1. Gottes Liebe für uns erkennen und erst mal selbst empfangen. Sie weiter geben und dabei bleiben.
  2. Erkennen, dass der Vater Seinen Sohn als Retter der Welt gesandt hat und es selbst annehmen. Es bezeugen und das immer weiter tun.
  3. Die Liebe, die Gott zu mir hat, erkennen und vertrauensvoll aufnehmen! Sich von Ihm lieben lassen und in dieser Liebesbeziehung bleiben.

Wie merken wir das?

Woran können wir merken, ob wir tatsächlich in Gott bleiben? Die Frage ist berechtigt, denn wie leicht könnten uns diese drei Bereiche   im Alltag aus den Augen kommen. Johannes gibt eine einfache Antwort: Weil Er uns von Seinem Geist gegeben hat, deshalb wissen wir, dass Er in uns ist, in uns bleibt und wir in Ihm. Was bedeutet das? Wieso hilft uns dieser Umstand , das „Bleiben“ in Gott wahrzunehmen? In Johannes 14, Vers 16 versichert Jesus uns, der Heilige Geist werde zu uns kommen und für immer bei uns bleiben. Er hält dieses Dranbleiben also zu 100% ein. Und wir können das auch wahrnehmen. Denn ganz unabhängig davon, ob wir gut drauf sind oder nicht, ruft Er in unserem Herzen: „Abba, lieber Vater“, und ermutigt uns so, beständig mit Ihm in Verbindung zu bleiben. Er gibt uns Hilfe, Trost, Belehrung, Wegweisung, Warnung, Impulse vieler Art, um uns zu einem liebevollen Umgang miteinander zu ermutigen. Er zeigt uns Jesus und füllt uns immer wieder neu mit Kraft und Mut, Ihn zu bekennen. Er bleibt in uns, damit es uns möglich ist, auch in Ihm zu bleiben.

Und jetzt du

Danke Gott für Seine Weisheit, mit der Er solche liebevollen Pläne für uns ausgedacht hat. Bete, das deine Sensibilität wächst, das Wirken des Heiligen Geistes in dir wahrzunehmen. Und dass die Bereitschaft mit ganzem Herzen aktiv in Gott zu bleiben zunimmt, damit unsere Gemeinschaft mit Gott und untereinander sich tragfähig und stabil entwickelt.

Was habe ich gelernt?

  1. Wie hilft mein himmlischer Vater mir, gemeinschaftsfähig zu werden?
  2. Was versteht mein himmlischer Vater unter Gemeinschaft?
  3. Leben in liebevollen Beziehungen, Wahrheit, Authentizität – was ist dafür wichtig?
  4. Was will ich mitnehmen und behalten?

 

Aus Almuths Notizen

Du hast mein Herz erweckt und meine Augen geöffnet
Du hast mich sehen lassen, dass Du da warst.

Vom ersten Augenblick an, wo ich wurde.
Und nun sucht mein Herz Dich vom frühen Morgen an
auch noch im Schlaf. Du bist mein Freund ich genieße Deine Nähe.

Nichts berührt mich tiefer, als ein Blick von Dir
als ein Wort aus Deinem Mund als eine Berührung Deiner Hand.

Du hast mich geliebt, und nun liebe ich Dich auch.

Der erste Brief des Johannes, Teil 14

Der erste Brief des Johannes, Teil 14

Gemeinschaft bedeutet, Gottes Liebe empfangen und sie weitergeben

Liebe Freunde, lasst uns einander lieben!

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dir darüber klar zu werden, wie du bei diesem Thema denkst und fühlst. Vertraue Gott diese Empfindungen an.

Lies 1. Johannes 4, Verse 7 bis 12

Lieben – Gott und einander – das ist das Lebensprogramm eines Christen.

In der Liebe leben

Gott selbst ist durch und durch Liebe. Je tiefer wir ihn kennen lernen, desto mehr werden wir sehen, es kommt immer mehr Liebe zum Vorschein.

Christsein heißt, von Gott geboren zu werden und Ihn zu kennen. Es bedeutet, in Sein Vaterherz voller Liebe hineingezogen zu werden. Seine Liebe ist ansteckend, prägend und erfüllend. Es ist unmöglich, Gott kennen zu lernen ohne von dieser Liebe erfasst, bzw. zum Lieben hin motiviert und befähigt zu werden. Gott ist von Seinem ganzen Wesen her so sehr Liebe, dass es undenkbar ist, dass jemand zu Ihm gehört und nicht beginnt, selbst zu lieben.

Liebe empfangen

Der Grund dafür ist, dass Gott in Seiner Liebe zu uns alles von sich aus getan hat, ohne irgend etwas von uns zu erwarten. Er riss sich Seinen geliebten Sohn vom Herzen, um uns durch dieses Opfer von Schuld, Trennung und aller Lieblosigkeit zu erlösen. Seine Liebe begegnet zuerst unserem tiefen Bedürfnis, selbst geliebt zu werden, sie macht unseren „Liebestank“ bis zum Überfließen voll. Gottes Liebe empfangen und dann weitergeben – so dürfen wir es machen. So ermöglicht Er uns einen guten Start.

Liebe geben

Wenn es aber danach weitergehen, wenn Gott in uns bleiben und uns umgestalten soll, dann müssen wir auch zueinander diese Liebe zum Ausdruck bringen. Das ist zuerst ein Zeichen unserer Dankbarkeit Gott gegenüber. Und es macht uns zu Liebenden – nicht nur zu Liebe Empfangenden. Auf diesem Weg will Gott Seine Liebe in uns zur Vollendung bringen. Wie ein Künstler, der die Gedanken in seinem Herzen in einem Bild für alle sichtbar macht, so will Gott in uns durch Seine Liebe wirken.

Nun du

Lass dich ganz neu auf dieses „Liebesprogramm“ ein. Bete dafür, dass deine Beziehungen immer  mehr von  Liebe geprägt werden.

Wenn dir das mit einem bestimmten Menschen besonders schwer fällt, versuche diese Schritte zu gehen:

  • Was stört mich ganz konkret bei diesem Menschen?
  • Wie kann ich Gottes Liebe in diesem Bereich besonders empfangen?
  • Wie kann ich diese Liebe an diesen Menschen weiter geben?

Beispiel:

  1. Mich stört, dass er mir nie richtig zuhört, unzuverlässig ist, mich übersieht, mich hängen lässt.
  2. Ich stelle mir die Frage, ob ich dies schon öfter erlebt habe. Ich bitte Gott, mir gerade in diesem Bereich ganz konkret Seine Liebe zu schenken und mir die Augen zu öffnen, damit ich es sehe.
  3. Ich fange an zu beten für den anderen, ihm meine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, Erbarmen für ihn zu entwickeln.

Was habe ich gelernt?

  1. Wie hilft mein himmlischer Vater mir, gemeinschaftsfähig zu werden?
  2. Was versteht mein himmlischer Vater unter Gemeinschaft?
  3. Leben in liebevollen Beziehungen, Wahrheit, Authentizität – was ist dafür wichtig?
  4. Was will ich mitnehmen und behalten?

 

Aus Almuths Notizen

Mein Kind, ich weiß, dass du nicht viel Kraft hast und, dass du darüber unsicher bist, was du tun sollst und wie du das rechte Maß und den rechten Ton findest. Fürchte dich nicht.

Ich gebe den Demütigen Gnade , und ich bin froh darüber, dass du deine Schwächen erkennst.

Wenn ich dir sage, meine Kraft sei in den Schwachen mächtig, dann meine ich damit nicht nur, dass meine Kraft durch dich wirkt, sondern dass meine Kraft da sein wird – mitten unter euch.

Der erste Brief des Johannes, Teil 13

Der erste Brief des Johannes, Teil 13

Die Gemeinschaft braucht Schutz gegen falsche Geister

Liebe Freunde, glaubt nicht jedem, der behauptet, was er sagt, käme vom Heiligen Geist.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dir darüber klar zu werden, wie du bei diesem Thema denkst und fühlst. Vertraue Gott diese Empfindungen an.

Lies 1. Johannes 4, Verse 1 bis 6

Die Gemeinschaft von Christen braucht schützende Abgrenzungen. Grund dafür ist, dass sie durch den Widersacher Gottes bedroht wird. Hier wird der Feind „Geist des Antichristen“ genannt mit bezug darauf, dass am Ende der Zeit ein antichristlicher Herrscher mit aller Macht gegen die Gemeinde angehen wird. Vorläufer dieses Antichristen sind Menschen, die aus demselben  Geist und demselben Anliegen heraus handeln. Sie bedrohen schon jetzt die Gemeinde. Gegen solche müssen sich die Gläubigen aktiv abgrenzen.

Wie geht das?

Der erste Schritt dabei ist: prüfen, wem man Einfluss auf die Gemeinschaft zugesteht. Johannes sagt, dass die Menschen geprüft werden müssen, die behaupten: „Der Heilige Geist hat durch mich geredet.“ Das kann nämlich wahr sein oder auch nicht. Der „Geist des Antichristen“ versucht auch, auf diesem Weg in die Gemeinde hinein zu kommen. Geprüft werden soll nicht, was die Betreffenden glauben oder denken, sondern was sie für jeden sichtbar bekennen. Wird aus ihrem Reden heraus deutlich, dass Jesus der Christus ist, der tatsächlich als Mensch in diese Welt geschickt wurde, um Seine Erlösungstat zu tun? – Wer „Jesus nicht so bekennt, ist nicht von Gott“! – Das kann aber auch bedeuten, dass der Betreffende zwar nichts Falsches über Jesus sagt, aber auch nicht die Wahrheit über Ihn explizit bekennt. Wer von sich behauptet, der Heilige Geist rede durch ihn, muss sich dem Anspruch beugen, dass die Wahrheit über Jesus deutlich zum Ausdruck kommen muss.

Jede Aufregung in dieser Sache ist unangebracht. Der Kampf ist bereits gewonnen, der Geist Gottes lebt in uns und ist stärker als jede Bedrohung, die von außen kommt.

Weiterhin sollen wir uns nicht davon irritieren lassen, wenn Leute, die aus einem falschen Geist reden, viel Erfolg unter weltlich gesinnten Menschen haben.

Und schließlich sollen wir als Gemeinde gemeinsam beurteilen, ob jemand aus den „Geist der Wahrheit“ oder dem „Geist des Irrtums“ heraus spricht. So werden alle in der Gemeinschaft vor negativen Einflüssen geschützt. Ziel ist: Die Sache klarstellen, sodass jeder, der zu Gott gehört, erkennen kann, was die Wahrheit ist.

Jetzt du

Danke Gott für deine Gemeinde. Du hast teil an der Verantwortung, aber auch an dem Schutz, den die Gemeinde dir gewährt.  Öffne Gott dein Herz, dass Er dich mit geistlicher Sensibilität ausrüsten kann, die du benötigst. Wenn konkrete Fragen dich bewegen, bitte Ihn um Einsicht.

Was habe ich gelernt?

  1. Wie hilft mein himmlischer Vater mir, gemeinschaftsfähig zu werden?
  2. Was versteht mein himmlischer Vater unter Gemeinschaft?
  3. Leben in liebevollen Beziehungen, Wahrheit, Authentizität – was ist dafür wichtig?
  4. Was will ich mitnehmen und behalten?

 

Aus Almuths Notizen

Es geht darum, hinzuschauen:
Wer im Versteck des Höchsten wohnt,
bleibt im Schatten des Allmächtigen. (Psalm 91)
Dies beweist der Psalmschreiber.
Er beweist, dass ein solcher völlig geschützt und sicher ist.
Er öffnet den Blick für die unsichtbare Welt.
Auch wenn in der sichtbaren Welt
Gefahren aller Art tatsächlich drohen,
sind wir völlig geschützt.
Mit Recht dürfen wir sagen:
DER HERR ist meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, Ich vertraue auf IHN!

Der erste Brief des Johannes, Teil 12

Der erste Brief des Johannes, Teil 12

In Gemeinschaft mit dem Vater werden meine Bitten erhört

Wir werden von Ihm bekommen, was immer wir erbitten.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dir darüber klar zu werden, wie du bei diesem Thema denkst und fühlst. Vertraue Gott diese Empfindungen an.

Lies 1. Johannes 3, Verse 18 bis 24

Wow! Ein Blankoscheck für was auch immer ist dieser Bibelvers!  – Wirklich?

Es ist sehr wichtig, dass wir im Zusammenhang hören, was Johannes hier sagt.

Für wen das gilt

  • Diese Zusage, „alles, was immer du erbittest“, wird dem gegeben, der dabei ist, tatkräftige, aufrichtige (wahrhaftige) Liebe zu üben. Man könnte auch sagen, dem, der dabei ist, die Gebote Gottes zu befolgen, oder dem, der dabei ist, in Gemeinschaft mit Gott zu leben. Alle drei Aussagen gehören untrennbar zusammen: Liebe üben, Gott gehorchen, mit Ihm verbunden sein.
  • Diese Zusage „alles, was immer du erbittest“ wird dem gegeben, der aufmerksam auf sein eigenes Herz achtet. So erkennt er nämlich schnell, ob er auf gutem Weg ist oder nicht.
  • Diese Zusage „alles was immer du erbittest“ wird dem gegeben, der seine eigenen Begrenzungen in Sachen Liebe erkennt, der immer wieder schmerzlich erlebt: Meine eigene Liebe reicht nicht aus! Ich bleibe dem anderen etwas schuldig! Und das, obwohl ich es doch gerne gut machen will!
  • Diese Zusage „alles was immer du erbittest“ wird dem gegeben, der mitten in diesem Konflikt sein ganzes Vertrauen auf Gott setzt: Selbst wenn mein Herz mich verurteilt, weiß der Vater alles. Er kennt die ganze Situation , meine und die des anderen. Er sieht in mein Herz und achtet auf meine Beweggründe, Ihm fällt nicht etwa nur mein Versagen ins Auge. Er entlastet mich und gibt mir ein freies Herz, das voll Zuversicht zu Ihm kommen kann. Gerade dann, wenn ich mich schuldig fühle, darf ich um alles bitten, und Er hat ein offenes Herz für mich.
  • Und schließlich wird diese Zusage „alles was immer du erbittest“ dem gegeben, der den Vater gern beschenken will, der Ihm gehorcht und Ihm von Herzen gern Freude macht.

Nun du

Danke dem Vater, dass Er dir so liebevoll zugetan ist und entscheide dich mit ganzen Herzen, Ihn zu lieben und Seine Liebe auch weiter zu geben. Bringe Ihm besonders die Situationen, wo du an deine Grenzen kommst und versagt oder ratlos und entmutigt bist. Er ist ein guter Vater und will dir als Seinem Kind beistehen.

Was habe ich gelernt?

  1. Wie hilft mein himmlischer Vater mir, gemeinschaftsfähig zu werden?
  2. Was versteht mein himmlischer Vater unter Gemeinschaft?
  3. Leben in liebevollen Beziehungen, Wahrheit, Authentizität – was ist dafür wichtig?
  4. Was will ich mitnehmen und behalten?

 

Aus Almuths Notizen

Jesus, ich möchte etwas haben von Geist Elias, der Wiederherstellung bewirkt hat und vom Geist Moses, der sein Volk aus der Sklaverei geführt hat, damit es Dich fürchtet. Gib mir solche Salbung, damit ich ausharren kann im Gebet.

Wenn wir Jesus suchen oder Ihn anderen nahe bringen wollen, können wir immer an etwas ansetzen, was wir schon empfangen haben, schon kennen, wenn wir Ihn auch dabei vielleicht nicht erkannt haben.

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