Schritte zur geistlichen Reife Teil 9: Zurechtweisung schätzen lernen

Ich freue mich über dein Wort, wie einer, der fette Beute macht.

Psalm 119,  Vers 162

Lies Psalm 119, Verse 65 bis 72

Die nächste Lektion, die dieser Sohn zu lernen hat, ist herausfordernd. Ein stolzer, ichbezogener Mensch würde sie wahrscheinlich übergehen und keinen Nutzen daraus ziehen.

Die Lektion

Aber dieser Sohn hat schon viel Gutes im Umgang mit seinem Vater gelernt. Das kommt ihm jetzt zustatten. Er ist u.a. daran gewöhnt, alles, was in seinem Leben geschieht, dem Vater vorzulegen und danach zu fragen, wie der Vater es beurteilt. Nun hat er erlebt, dass er „gedemütigt“ wurde (Vers 67+68). Er stellt fest: Vor dieser Erfahrung „irrte ich“! Jetzt aber „Halte ich dein Wort“!  –  Hat er es vorher nicht getan?   –  Er sagt auch: „Ich bewahre deine Vorschriften in meinem Herzen!“  –  Hat er das zuvor halbherzig getan?

Eigentlich ist das nicht mit dem Eindruck zu vereinbaren, den wir bisher von diesem Sohn hatten. ER ist doch einer, der den Geboten des Vaters geglaubt hat (Vers 66), der seine Lust hat am Gesetz des Herrn (Vers 70). Trotzdem scheint es etwas zu geben, was er erst durch Erfahrung lernen musste. Dies erinnert an das, was von Jesus gesagt wurde, der „an dem, was er litt, Gehorsam lernte!“ (Hebräer 5, Verse 7+8)

Sich ganz auf die Liebe und die Kraft des Vaters zu verlassen

Inmitten einer gottfernen oder sogar gottfeindlichen Umwelt lernt der Sohn, sich ganz auf die Liebe  und die Kraft seines Vaters zu verlassen, sich dem Vater zu unterstellen. Den Wunsch danach hatte er sicher von Anfang an. Aber dieses demütige Unterordnen unter den guten Willen des Vaters muss man praktisch lernen, indem man es in den täglichen Herausforderungen auch tatsächlich tut. Jesus, der „ohne Sünde war“ (1.Petrus 2, Vers 22), hat das sicher anders erlebt als dieser Sohn, für den es eine demütigende Erfahrung wird. Mag sein, dass zum Beispiel Eigenwilliges oder Selbstüberschätzung ans Licht kommt, dass er sich bloßgestellt sah, weil er anderen gegenüber den Mund zu voll genommen hatte und manchmal versagt hat. Demütigende Erfahrungen  – die aber dem, der nach „guter Einsicht und Erkenntnis“ strebt (Vers 66) wertvolle Entwicklungsschritte ermöglichte.

  • Notwendige Erfahrungen  –  die uns helfen, den Vater tiefer zu schätzen und ihm uns immer mehr zu übereignen
  • Wertvolle Erfahrungen  –  die zu guten Überzeugungen führen: „Lieber ist mir das Gesetz deines Mundes als Tausende von Gold- und Silberstücken“ (Vers 72)

Nun du

Bete für dich selbst und deine Gemeinde, dass ein jeder von uns lernt, mit dem Vater und Jesus so tief verbunden zu leben, dass solche heilsamen Gespräche über unser Leben stattfinden und Einfluss auf unser Denken und Fühlen und unsere Sicht der Welt gewinnen. Nimm dir selbst die Zeit, mit Gott so über deine eigenen Erlebnisse zu sprechen und auf ihn zu hören.

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