Schritte zur geistlichen Reife Teil 2 – Sich selbst bewahren

Ich freue mich über dein Wort, wie einer, der fette Beute macht!

Psalm 119, Vers 162

Lies Psalm 119, Verse 9 bis 16

Im zweiten Teil dieses Psalms fasst ein junger Mann seine tiefe Sehnsucht in Worte, die der Umgang mit dem Vater in ihm geweckt hat: Ich möchte mich rein halten – wie mein Vater sein – so will ich meinen Lebensweg gestalten. Er fragt sich selbst: Wie kann mir das gelingen? Dabei kommt er zu einer sehr wesentlichen Erkenntnis: Ich habe das Wort des Vaters in mir, weil ich es oft gehört habe, aber nun steht es in meiner eigenen Verantwortung, mich selbst zu bewahren, indem ich mich nach diesem Wort richte.

Zu dieser Einsicht ist er in mehreren Schritten hingelangt:

  • Mit seinem Herzen, d.h. aus dem Innersten seines Wesens heraus, hat er Gott gesucht und auch gefunden.
  • Er hat sein Wort gehört und sich gemerkt.
  • Es ist ihm klar geworden, wie wichtig es ist, nicht davon abzuirren. Denn sonst würde er gegen die Gebote seines Vaters sündigen. Und das will er nicht.

Wenn er nun den Vater um Hilfe angeht: „Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!“, dann bittet er damit um gute Grenzen für sein Leben. Er gesteht dem Vater ausdrücklich zu, dass er ihn aufhalten darf, wenn er über diese Grenzen hinausgeht. Die Gebote des Vaters sind für ihn verbindlich. Seine Bestimmungen vertritt er auch vor anderen. Er steht dazu, dass das für ihn die geltenden Werte sind, und wenn er an die Geschichten denkt (die Zeugnisse), die sich ereignen auf solchen Wegen mit dem Vater, dann merkt er: so etwas freut ihn mehr als irgendetwas sonst!

Was heißt das für uns?

Ich möchte einige Fragen stellen und dich bitten, sie in Bezug auf dich selbst, deinen Hauskreis, deine Dienstgruppe, unsere Gemeinde zu bewegen und zu umbeten:

  1. Hast du, haben wir die Vaterliebe Gottes so intensiv aufgenommen, dass die Sehnsucht nach so kompromissloser Lebensführung geweckt wurde? Bete dafür, dass das Empfangen der Vaterliebe Gottes einen Platz in unserem Alltag findet.
  2. Haben die Worte der Bibel und das persönliche Reden des Heiligen Geistes Raum bei uns? Bete dafür, dass dieser Bereich gestärkt wird.
  3. Wie klar definiert sind die Grenzen, die Werte unseres Vaters für mich, bzw. für uns? Bete dafür, dass es hier zu noch mehr Eindeutigkeit kommt und das Verinnerlichen dieser Grenzen gefördert wird.
  4. Wie steht es mit der Eigenverantwortung des Einzelnen bei dir, bzw. bei uns? Bete für die, bei denen es vielleicht aus Unwissenheit zu „Grenzüberschreitungen“ kommt – zum Beispiel in dem Sinn, dass Gott oder Menschen in der Gemeinde, etwa Leitende, dafür verantwortlich gemacht werden, wo ein jeder selbst gefragt ist.
  5. Wie ist es um unsere Bereitschaft bestellt, uns an gute, gesunde Grenzen zu halten und uns korrigieren zu lassen, wenn das nötig ist? Dazu braucht man Vertrauen, aber auch eine demütige Haltung, ein Eingeständnis: ich könnte irren, es vielleicht selbst nicht bemerken, aber Gott, bzw. Menschen, die nah an mir dran sind, etwa im Hauskreis, sehen es. Ihnen und auch Gott gebe ich das Recht, mich darauf aufmerksam zu machen.

Wachstum

In all diesen Bereichen geht es um Wachstum. Manche bemerken sicher Mängel in ihrer Gemeinde. Bete dafür, dass wir alle lernen, von einer kritischen, be- und verurteilenden Meinungsäußerung zu einer segnenden, ermutigenden Haltung zu finden, die für den anderen betet und ihn unterstützt, besonders auch für alle, die Verantwortung bei uns übernommen haben. Freude und neue Motivation bekommen wir auch immer wieder, wenn wir die Zeugnisse über das Wirken unseres Vaters hören.

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