Gemeinschaft erfordert einen klaren und barmherzigen Umgang mit Sünde, die wir bei unseren Glaubensgeschwistern sehen

Wenn jemand seinen Bruder eine Sünde…begehen sieht, soll er für ihn beten!

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dir darüber klar zu werden, wie du bei diesem Thema denkst und fühlst. Vertraue Gott diese Empfindungen an.

Lies 1. Johannes 5, 16+17

Unsere Gemeinschaft mit Gott und untereinander wird immer dann sehr empfindlich gestört, wenn wir sehen, dass ein Bruder (oder eine Schwester) sündigt.

Was ist Sünde?

Sündigen – was heißt das konkret?  Wir sehen: Diese Person übertritt Gottes Gesetz, indem sie etwa eines der 10 Gebote missachtet. Sie tut unrecht, handelt z.B. lieblos oder unbarmherzig. –  Sie begeht einen Fehler, indem sie von der Wahrheit abweicht. – Sie verfehlt das Ziel, das Gott mit uns Menschen hat. – Sie reißt das an sich, was Gott selbst tun will, dringt also in Seinen Machtbereich ein. – Sie lebt einfach, als gäbe es keine gültigen, gottgegebenen Normen. – Sie ist ungläubig in Bezug auf Gottes Verheißungen.

Dies alles ist Sünde, und Jesus hat durch Einsatz Seines Lebens am Kreuz dafür bezahlt.

Unser Umgang mit der Sünde anderer

Unsere Aufgabe ist, dafür einzutreten und zu beten, dass unser Bruder oder unsere Schwester da wieder heraus und in die Gemeinschaft zurückfindet. Gott verspricht, uns in diesem Fall zu erhören. Allerdings weist uns Johannes darauf hin, dass es auch sein kann, dass ein Bruder bzw. eine Schwester in einer Weise sündigt, dass ihm oder ihr nicht mehr zu helfen ist. Diese Sünde führt unweigerlich zum Tod. Und wir sollen dann sogar nicht mal mehr dafür beten.

Was unterscheidet die eine Sünde von der anderen? Wie können wir erkennen, ob wir beten sollen oder nicht?

Ich will aber nicht auf Gott hören

Jeremia kannte dieses Problem. (Jeremia 7, Vers 16) Wer von seinen Erfahrungen liest, wird merken, dass die Leute nicht hören wollten, und nicht nur einmal, sondern über lange Zeit kontinuierlich in ihrer Sünde bewusst verharrten und gegen jede Ermahnung widerspenstig blieben. In 1. Johannes 3, Vers 4 haben wir schon vorher gesehen, dass bewusstes, willentliches Bleiben im sündigen Verhalten undenkbar ist, wenn jemand in der Vaterliebe Gottes sein Zuhause gefunden hat. Johannes, der Jünger Jesu, der nah an Seinem Herzen war (Johannes 13, Vers 23), hatte sicher einen besonderen Einblick hinter das Augenfällige. Auch wir müssen uns im Ringen um unsere Glaubensgeschwister darum bemühen. Hinter einem „Ich will nicht auf Gott hören!“ kann tiefer Schmerz oder ein Schrei um Hilfe sein, der gerade beweisen würde, dass dies ein Problem ist, dem Gott begegnen will. So müssen wir zunächst erst einmal beten und sehen, ob das Leben von Jesus in dem, den wir sündigen sehen, nicht irgendwo Fuß fasst. Darauf sollen wir vor allem unser Augenmerk legen, auch wenn wir manchmal – und hoffentlich selten – entscheiden müssen, dass wir nicht mehr eintreten für jemanden, weil er das Leben einfach nicht annehmen will.

Und du?

Stell dir vor Augen, dass der Vater dich nicht nur allein in Seine Gemeinschaft gerufen hat. Er möchte, dass wir aufeinander achten und füreinander eintreten. Nimm ganz bewusst deinen Platz dabei ein. Entscheide dich, hinzusehen und danke Gott dafür, dass Andere auch auf dich achten.

Was habe ich gelernt?

  1. Wie hilft mein himmlischer Vater mir, gemeinschaftsfähig zu werden?
  2. Was versteht mein himmlischer Vater unter Gemeinschaft?
  3. Leben in liebevollen Beziehungen, Wahrheit, Authentizität – was ist dafür wichtig?
  4. Was will ich mitnehmen und behalten?

 

Aus Almuths Notizen

Jesus, wenn ich Dich ansehe,
Deine Augen,
dann weiß ich,
Du kennst die Not,
Du siehst tiefer, viel tiefer als ich.

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