Schritte zur geistlichen Reife Teil 16: Durchhalten lernen, wenn der Druck stärker und die Sehnsucht nach Gottes Eingreifen immer dringender wird.

Ich freue mich über dein Wort, wie einer, der fette Beute macht.

Psalm 119,  Vers 162

Lies Psalm 119, Verse 121 bis 127

Immer mehr spitzt sich die Situation für den Sohn zu. Es ist ein Kampf zwischen Gerechtigkeit und Unrecht, zwischen Gut und Böse. Und er steht mittendrin. Wer soll ihm helfen? Wer ihn verteidigen? Seine Unterdrücker stehen gegen ihn auf, übermütig pochen sie auf ihre Macht. Und wer soll ihm Recht verschaffen, wenn das Gesetz gebrochen wurde und in seinem Umfeld nichts mehr gilt? (so ging es Yousef Nardakhani, dem inhaftierten Pastor im Iran!) Was bleibt ihm? Menschlich gesehen scheint es nicht vor- und nicht rückwärts zu gehen. Er kann nichts tun. Es wird immer bedrängender.

Aber mitten unter diesem furchtbaren Druck wächst eine Stärke des Herzens, sich auf Gott zu verlassen.

  • Überlass mich nicht meinen Unterdrückern! – Das stellt etwas klar: Einfach so kriegen sie mich nicht! Das muss zuerst an dir, Gott, vorbei.
  • Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil, deiner Rettung, deinen Zusagen.
  • Handle mit deinem Knecht (das ist er!) nach deiner Gnade
  • Lehre mich deine Ordnungen in diesem Chaos. Mit anderen Worten: Ich warte auf dich, Vater!
  • Gib mir Einsicht, so werde ich deine Zeugnisse erkennen:

Zeige mir, wo du hier mitten in dieser Lage bist und handelst. Der Vater wird das tun! Das weiß der Sohn. Aber in all dem Druck braucht er es, dass der Vater ihm hilft, es zu sehen.

„Vater, es wird Zeit, dass du handelst. Vater, es ist schlimm, was ich mit ansehen muss! Sie haben dein Gesetz gebrochen!“

Und gerade darum werde ich umso mehr daran festhalten.

Nun erst recht will ich aufrichtig sein. Erst recht hasse ich jeden Weg der Lüge.“

Eine starke Persönlichkeit

Hier spricht kein bedauernswerter, armer, unterdrückter Mann. Hier spricht ein Mann, der nicht kleinzukriegen ist, der Stärke beweist mitten im Angriff, ein Mann voll Integrität, Glauben und Kraft, mit ethisch hohen Maßstäben, demütig unter Gottes Herrschaft, einer, der auf Gewalt verzichtet, der aber trotzdem stark und kompromisslos für seine Überzeugungen einsteht.

Ein Mann, der zeigt, dass die Gegenseite noch längst nicht gewonnen hat, ein Mann, der nicht nur kämpfen kann, sondern auch beziehungsfähig ist, der Sehnsüchte ausdrücken kann und geübt darin ist, Gefühle zuzulassen und zu äußern, der Gott – Vater von Herzen kennt und liebt.

Solche Männer brauchen wir in unserer Gemeinde. Männer, in deren Stärke und Schutz wir als Frauen unsere Stärke entfalten können, die anders ist, aber auch kraftvoll.

Beten

  • Bete für dich selbst und für unsere Gemeinde, dass solches Durchhaltevermögen gestärkt wird.
  • Bete für Menschen, von denen du weißt, dass sie in schwierigen Prozessen stecken.
  • Bete, dass wir darin Fortschritte machen, einander in solchen Zeiten Mut zuzusprechen.

In schwierigen Zeiten haben wir trotzdem immer eine Wahl:

Glücklich ist der Mann, der den Herrn zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Drängern und den in der Lüge Festgefahrenen.

Psalm 40, 5

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