Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 8

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 8

Teil 8: Richtig Kämpfen

Lies Epheser 6, 11 – 18. Heute geht es besonders um den Vers 18.

So kämpft nun richtig, indem ihr durch vielerlei Gebet und Bitten zu jedem Zeitpunkt im Geiste fleht und, indem ihr zu diesem Zweck wachsam seid in aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen…

(Übersetzung aus der Wuppertaler Studienbibel)

Richtiges Kämpfen

Wenn wir die ganze Waffenrüstung angezogen haben und „richtig kämpfen“ wollen, dann muss alles, was wir tun vom Gebet begleitet sein.

Wie sollen wir beten?

  • Es gibt „vielerlei Gebet und Bitten“
  • Es ist „zu jedem Zeitpunkt“ nötig
  • „Im Geiste“ (oder auch durch den Geist) – der Heilige Geist soll in uns Raum bekommen und Gebet in uns bewirken. Es scheint also nicht nur eine Frage der Zeiteinteilung zu sein.
  • “Wachsam“ – volle Aufmerksamkeit ist gefragt
  • „Beharrlich“- es ist nicht schnell oder so nebenbei getan, man muss dranbleiben
  • „Flehen“ – Ausdruck höchster Betroffenheit und Eindringlichkeit
  • „Für alle Heiligen“

Drei Gedanken dazu:

  1. Gebet ist offensichtlich ein ganz intimer, individueller Ausdruck des neuen Lebens in uns
  2. Gebet ist Kampf und erfordert ganzen Einsatz
  3. „Alle Heiligen“ haben es ständig nötig, von Gebet umgeben und getragen zu sein. Es stellt sich die Frage, ob wir deshalb oft wenig von der Realität der Liebe, der Kraft und des Schutzes Gottes erleben, weil wir zu wenig füreinander beten?!?

Wenn wir noch Vers 19 dazu lesen, sehen wir, wie bewusst Paulus seine Abhängigkeit von der Fürbitte anderer erkannte.

 Zum Weiterdenken

  1. Kein Krieger wäre je ohne Waffenrüstung in den Kampf gezogen. Wie willst du es in deinen Tag integrieren, dir bewusst zu machen, welche Waffen dir zur Verfügung stehen?
  2. Wie willst du sie täglich „anziehen“?
  3. Was ist dein nächstes Übungsfeld?

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 7

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 7

Teil 7: Das Schwert des Geistes

Lies Epheser 6, 11 – 18. Heute geht es besonders um die Verse 12, 13 und 17b. 

Lies auch den Hebräerbrief 4, 12

…nehmt das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes…

Das Schwert

Das Schwert hatte eine flache, zweischneidige Klinge, steckte in einer Scheide am Gürtel, es wurde an der linken Seite getragen. Es gab besondere Schwerter, wie etwa das von Goliath, welches David später benutzte.

Nachdem wir alle Ausrüstungen zum Schutz und zur Bereitschaft angelegt haben, sollen wir nun das Schwert des Geistes, das Wort Gottes, in die Hand nehmen und kämpfen.

Wogegen?

Lasst uns nicht vergessen: Nicht gegen Menschen oder Umstände, sondern gegen die bösen Mächte in der unsichtbaren Welt, die Menschen beherrschen und davon abhalten wollen, Jesus und sein Heil zu erkennen und in Anspruch zu nehmen.

Ein menschliches Schwert würde hier nicht das Geringste bewirken. Wir brauchen das Schwert des Geistes. Das Schwert, das wir nehmen sollen, gehört bereits jemandem, der es kennt, und der geübt ist, es richtig und wirksam zu gebrauchen, nämlich dem Heiligen Geist. Folglich ist es sehr wichtig, dass wir es nicht nach eigenem Gutdünken anwenden, sondern auf seine Anleitung hören und eng mit ihm zusammenarbeiten.

Dieses Schwert ist das Wort Gottes.

Folgende Eigenschaften werden dem Wort Gottes zugesprochen. Es ist:

  • lebendig, es bringt Leben
  • wirksam, es ist nie kraftlos (siehe auch Lukas 1, Vers 37)
  • schärfer, als jedes zweischneidige Schwert, durchdringend, es erreicht einen Menschen mit klarer, messerscharfer Botschaft bis tief in das Herz hinein
  • ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens, es überführt von Sünde

Reden Gottes

Es gibt mindestens zwei Arten des Redens Gottes:

  1. Das geschriebene Wort
  2. und das vom Geist Gottes eingegebene, prophetische Hineinsprechen in eine spezielle Situation eines Menschen (siehe z.B. 1. Korinther 14, Verse 2, 24 und 39).

Für beides benötigen wir die enge Kooperation mit dem Heiligen Geist.

Zum Weiterdenken

  1. In welcher Situation benötigst du besonders das Reden Gottes?
  2. Nimm heute das Schwert des Geistes, indem du den Heiligen Geist bittest, dir zu sagen, wie du dafür beten sollst.

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 6

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 6

Teil 6: Der Helm des Heils

Lies Epheser 6, 11 – 18. Heute geht es besonders um die Verse 12, 13 und 17.

…„nehmt den Helm des Heils“…

Der Helm

  • Unter Helm verstand man eine Kappe aus Leder, später auch aus Metall, in verschiedenen Formen

Das Heil

Die Definition aus dem neutestamentlichen Wörterbuch von Ralf Luther lautet:

  • Heil kommt von dem griechischen Wort soteria und bedeutet: Rettung
  • Heil ist der Sieg des langerwarteten Retters über die feindlichen Mächte
  • Heil ist nicht ein Erlebnis, sondern die massive Tatsache der Befreiung, die von oben als Antwort auf Hilferufe kommt
  • Heil ist dann das Hereinbrechen einer anderen Herrschaft

Warum?

Dieses Heil müssen wir immer wieder bewusst in Anspruch „nehmen“.

Wir benötigen das Heil zum Schutz unseres Kopfes, das heißt unserer Gedanken. Schauen wir noch einmal auf die Verse 12 und 13: Wer sind unsere Angreifer, unsere Feinde?

Wir haben nicht mit menschlichen Attacken zu tun, sondern werden von boshaften Mächten der Finsternis angegriffen. Wenn es dabei gelingt, Zweifel an dem Heil, dem Sieg des Retters über feindliche Mächte zu wecken, die mich gerade angreifen, dann werden wir an „dem bösen Tag“ nicht „widerstehen“, nicht „alles ausrichten“, nicht einmal „stehenbleiben“ können.

Zum Weiterdenken

  1. Nimm dir jetzt zuerst Zeit, Gottes Heil über dich und deine Lebensbereiche zu proklamieren. Rufe Gottes Hilfe herbei.
  2. Wenn sich Angst und Zweifel in deinen Gedanken breit machen wollen, dann bringe deine Gedanken bewusst unter die Herrschaft Gottes.
  3. Widerstehe in dem siegreichen Namen Jesu jedem Gedanken, der die Herrschaft Gottes in Frage stellt und setze den Helm des Heils auf deinen Kopf.
  4. Danke Gott, dass du durch kraftvolles Eingreifen seinerseits in seinen Machtbereich hineingestellt bist.
  5. Und nimm dies auch für deine Gemeinde in Anspruch.

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 5

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 5

Teil 5: Der Schild des Glaubens

Lies Epheser 6, 10 – 18a. Heute geht es besonders um die Verse 13 und 16.

… der Großschild des Glaubens, um die feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen…

Der Großschild

Der „Großschild“ wurde aus Holz hergestellt. Bei der Schwerbewaffnung, um die es hier geht, war er groß genug, um den ganzen Körper zu schützen.  Er wurde mit einer Art Ledergeflecht verstärkt, bei besonderen Personen sogar vergoldet. Im Kampf trug man ihn mit einem Riemen am linken Arm.

Die feurigen Pfeile

„Feurige Pfeile“ wurden aus Rohr oder Holz gefertigt, die Spitzen aus Eisen oder Kupfer mit Widerhaken. Sie wurden mit pech- bzw. ölgetränktem Hanf umwickelt und brennend abgeschossen.

Glauben

Was ist Glauben? Die Definition aus dem neutestamentlichen Wörterbuch von Ralf Luther lautet:

  • gewiss sein, trauen, ja sagen
  • Treue versprechen, sich zu eigen geben.

Glauben ist Festhalten an der Zugehörigkeit zu Gott.

Jetzt stellen sich einige Fragen!

Was geschieht an dem „bösen Tag“?

Paulus geht davon aus, dass der Feind seine feurigen Pfeile auf uns abschießt. „Bei alledem“, was wir bis jetzt schon zu unserem Schutz angezogen haben, gibt es immer noch genügend ungeschützte Stellen, wo diese Pfeile uns treffen und tief verwunden könnten.

Was das für Pfeile sind…

…wird uns hier nicht direkt gesagt, aber es wird darum gehen, dass wir davon abgehalten werden sollen, dem „Bösen zu widerstehen“, Gottes Sache „auszurichten“. Wir sollen, positiv ausgedrückt, uns nicht unterkriegen lassen, sondern „stehenbleiben“.

Wie sollen wir gegen diese Pfeile kämpfen?

Wir müssen spontan und schnell reagieren, indem wir Glauben ergreifen und dagegen setzen. In Jesus finden wir dieses „Ja – sagen“, gewiss sein, was der Vater tut ist gut, diese Treue. So heißt glauben den Blick weg von allen Befürchtungen und Ängsten auf Jesus zu richten und ihn „ranzulassen“, egal, wie abenteuerlich es an diesem „bösen Tag“ werden mag.

Zum Weiterdenken

  1. Stehst du gerade mitten im Kampf oder in einer Gefechtspause?
  2. Wie dem auch sei, mache neu für dich fest, dass du von Herzen „Ja“ zu Jesus sagst, ihm traust, dich ihm zu eigen gibst, ihm Treue hältst.
  3. Stelle dich darauf ein, bereit zu sein, dich mit solchem Glauben bei plötzlichen Angriffen zu schützen.

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 4

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 4

Teil 4: Die Stiefel der Bereitschaft

Lies Epheser 6, 10 – 18a. Heute geht es besonders um die Verse 13 und 15.

Unter „Stiefeln“ verstand man eine Art Schnürsandalen mit fester Ledersohle und Schuhriemen, die am Fuß und den ganzen Unterschenkel hoch befestigt wurden und so Halt gaben. Ebenso wie das Anziehen des Gürtels war das Anziehen der Stiefel ein Zeichen des Aufbruchs.

Bereitschaft

… die Schuhe an den Füßen mit der Bereitschaft das Evangelium zu verkündigen…

  • Was ist „Bereitschaft“? Sich mit allem, was man hat und ist, zur Verfügung stellen; eigene Gedanken und Pläne beiseitelegen; ganz darauf eingestellt sein, für einen Anderen oder eine Sache Begabungen, Können, Zeit, Geld, Kraft, Herz und Leben einzusetzen.
  • Warum müssen wir solch eine Bereitschaft „anziehen“? Weil die Bereitschaft, das Evangelium zu verkündigen, unter Umständen (z.B. an solch einem „bösen Tag“) unsere Fähigkeiten zu lieben und zu geben bei weitem übersteigt.
  • Warum wird hier von Stiefeln geredet, warum wird diese Bereitschaft mit den Füßen und nicht z.B. mit Kopf oder Herz verbunden? Wir sollen sie einfach anziehen. Von Gefühlen oder mit besonderen Erkenntnissen, für die wir Kopf oder Herz benötigen, ist es nicht abhängig.
  • Was bedeutet „anziehen“? Jesus selbst hat diese Bereitschaft, die wir brauchen. Ihn anschauen, ihm Raum geben, in dem, wo wir drin stecken, wird auch uns diese Bereitschaft geben.
  • Was geschieht, wenn wir diese Stiefel nicht anziehen? An dem „bösen Tag“, der mit Sicherheit kommen wird, werden unsere Füße müde werden und nicht genug Halt haben, und wir werden nicht „widerstehen“ können. Oder: Wir werden uns gar nicht erst lostrauen und dann also auch nichts „ausrichten“. Oder: Wir werden losgehen, aber unsere Füße verletzen und es nicht schaffen und nicht „stehenbleiben“ können.

Zum Weiterdenken

  1. Nimm dir zuerst Zeit, zu Jesus zu kommen.
  2. Lege alle eigene Bereitschaft bei ihm ab, einschließlich des schlechten Gewissens, weil du oft nicht genug von der Bereitschaft hattest.
  3. Überlass dich ihm und sag ihm ganz neu, dass er in allem, was dein Leben ausmacht, Raum haben soll und zum Zug kommen darf.
  4. Ziehe seine Bereitschaft an.

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 3

Die Waffenrüstung der Kinder Gottes, Teil 3

Teil 3: Der Schutzpanzer der Gerechtigkeit

Lies Epheser 6, 10 – 18a. Heute geht es besonders um die Verse 13 und 14b.

Der römische Legionär trug als Panzer eine Art Lederweste, die durch metallene Bänder oder Schuppen (dem sogenannten Wehrgehänge) verstärkt wurde. Der Brustpanzer diente vor allem dazu, das Herz zu schützen.

  • Der Schutzpanzer der Gerechtigkeit – was ist hier mit Gerechtigkeit gemeint? Es handelt sich nicht um eine Gerechtigkeit, die wir aus eigenem Bemühen erwerben können, denn wir sollen sie „anziehen“, das heißt, dass sie uns von jemand anderem gegeben wird. Jesus selbst ist diese Gerechtigkeit, denn „er wurde für uns zur Gerechtigkeit gemacht“ (1. Korinther 1, 30).
  • Warum benötigt gerade unser Herz einen Schutzpanzer der Gerechtigkeit? Gott hat uns ein neues Herz gegeben und uns befähigt, ihm zur Ehre zu leben (Hesekiel 11, 19 und 20). Wenn wir uns nicht mehr schlecht und verdammt fühlen, können wir zuversichtlich und mutig beten und vorangehen (1. Johannes 3, 19 – 21). Deshalb hat der Widersacher es darauf abgesehen, unsere Herzen zu verletzen, zu verstören, zu verklagen.
  • Was geschieht, wenn wir den Brustpanzer der Gerechtigkeit nicht anlegen? Dann haben wir nichts vorzubringen, das uns gegen solche Angriffe auf unser Herz zu schützen vermag. Wenn wir das, was Jesus für uns getan hat, nicht anziehen, sind wir auf unsere eigene Gerechtigkeit angewiesen und werden solche Attacken kaum abwehren können.

Widerstand

Praktisch kann das heißen: Wenn „am bösen Tag“ ein massiver Angriff auf mein Herz erfolgt, dann kann ich „widerstehen“, indem ich auf das verweise, was Jesus für mich erworben hat, ich kann „alles ausrichten“ und brauche mich weder unterbuttern noch zurückdrängen lassen, ich kann „stehenbleiben“ und brauche mich nicht beschämt zu verkriechen.

Mehr als alles hüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.

Sprüche 4,23

Zum Weiterdenken

  1. Nimm dir als erstes Zeit, noch einmal über den Weg nachzusinnen, den Jesus für dich gegangen ist.
  2. Danke ihm dafür, dass auch all deine Schuld auf ihn gelegt wurde, und dass du frei bist.
  3. Danke ihm, dass er dir ein neues Herz gegeben hat, und dass er dein Herr geworden ist.
  4. Und ziehe ganz bewusst den Panzer der Gerechtigkeit an.

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